Sieben-Katzenleben e.V.

Ein Happy-End Bericht von Topita und Martina

Hallo, mein Name ist Kuschel, naja, eigentlich heisse ich Bonny (ehem. Topita), aber meine neuen Besitzerinnen nennen mich meistens Kuschel. Ich habe aber auch noch andere Namen, wie z.B. das Kuschelbrumm, Kurze oder Abrissbirne ­čÖé

Ich will Euch heute von meiner Freundin Ronja (ehem. Martina) und mir erz├Ąhlen, wie wir in unser neues Zuhause kamen und wie es da so ist. Wir sind am 21.01.2015 in unser neues Zuhause nach Leverkusen gezogen. Erst einmal war es total unheimlich. Ein wei├čer, gefliester, warmer Raum. Da standen Futter und Wasser und ein Katzenklo. Sonst war da nichts. Hin und wieder schauten da mal zwei Frauen rein und haben mit uns gesprochen aber es war total unheimlich. Besonders f├╝r meine Freundin Ronja, sie ist sehr sch├╝chtern und anscheinend waren die Menschen fr├╝her nicht sehr nett zu ihr.

Aber mir macht das nichts, ich habe ein sonniges Gem├╝t, wie meine neuen Besitzerinnen immer sagen: “Was kostet die Welt”. Ich bin auch gleich raus aus meiner Transportbox und hab’ mich rangeschmissen.

Kuscheln ist das Gr├Âsste!!! Aber raus durfte ich aus dem Raum erstmal nicht. Also haben Ronja und ich uns erst einmal den Raum angesehen. Gefressen, den Ger├Ąuschen gelauscht und die Ger├╝che geschnuppert, die hinter der T├╝re hervorkamen. Bis wir eingeschlafen sind. Eins haben wir direkt gemerkt, da sind noch andere Katzen.

Am n├Ąchsten Morgen war es soweit. Ich durfte schon einmal mit raus. Ronja wollte noch in ihrer Box bleiben, weil sie so Angst hatte und unsere Frauchen haben sie auch gelassen. Die haben ihr richtig viel Zeit gegeben. Ronja durfte selbst entscheiden, wann sie aus ihrer Box wollte und wann sie aus dem Badezimmer wollte.

Ich war also jetzt draussen und bin mit Inge, so heisst eins meiner neuen Frauchen, mitgelaufen. Boar, war das toll. Ein Haus mit zwei Treppen, oben zwei Zimmer und unten zwei Zimmer. Auf einer der Treppen steht ein Kratzbaum, von dem man den besten Blick auf die Stra├če hat, aber selber nicht gesehen wird, und dann sind wir in Inges Zimmer gegangen. Da stehen ein Bett, ein Nachtschrank, ein Stuhl, ein Kleiderschrank und, ihr glaubt es nicht, es gibt in diesem Zimmer eine ganze Wand zum Klettern. Da stehen vier Kratzb├Ąume nebeneinander. Es w├Ąre in diesem Moment so sch├Ân gewesen, w├Ąre da nicht Baby Coon (eigentl. Miss Daisy) ins Zimmer gekommen. Die war vielleicht stinkig drauf.

Die “sch├Ânste Katze Europas” war beleidigt, dass da eine neue Katze war, und hat erst einmal gefaucht. Die ist voll die Diva. Nur gut, dass da noch Mr. Ben, der Kater, und Sammy, die ├Ąlteste Katze im Haus, sind. Die hauen Baby zwischendurch immer mal eine runter und auch Maria und Inge schimpfen mit Baby “Nicht zanken”. Dann zieht sie beleidigt ab.

Inzwischen verstehen wir, Ronja und ich, uns richtig gut mit Baby.

Ok, ich bin also raus und erkunde die erste Etage des Hauses. Zwischendurch musste ich immer wieder zu Ronja gehen und Bericht erstatten. Dass wir ├╝berall in den Zimmern hin d├╝rfen. Sogar in die Betten. Ich habe nat├╝rlich erst einmal getestet, ob die auch wirklich Sprungkraft haben. ­čśë Hopps Hopps.

In Marias Zimmer stehen zwar keine Kratzb├Ąume, aber sie hat daf├╝r viele Kuschelecken f├╝r uns mit Lammfellen ausgelegt und im Winter brennt f├╝r uns der Ofen in ihrem Zimmer. Hier k├Ânnen wir stundenlang schlafen, wenn wir wollen, und es st├Ârt uns keiner.

Das Leben tobt nat├╝rlich im Wohnzimmer und in der K├╝che im Erdgeschoss des Hauses. Es h├Ątte mir aber mal jemand vorher sagen k├Ânnen, dass die hier im Erdgeschoss eine Katzenwaschanlage haben. Da komme ich das erste Mal nichts ahnend die Treppe runter, da f├Ąllt dieser riesige Airedale Terrier (Nico) ├╝ber mich her, h├Ąlt mich mit seinen Pfoten fest und leckt mich ab.
Bbbbbbbbbbb├Ą├Ą├Ą├Ą├Ą├Ą├Ą├Ą├Ą├Ą├Ą├Ą├Ą├Ą├Ą├Ąhhhhhhhhhhhh Ich musste mindestens eine Stunde putzen, bis der ganze Sabber wieder aus meinem Fell war. Und wenn Baby nochmal so h├Ąmisch schaut beiss ich sie in ihren Puschelschwanz.

Aber nachdem ich Nico einmal ├╝berstanden habe, ist es total cool. Es ist halt seine Art, neue Katzen zu begr├╝ssen. Jetzt darf ich auch mal bei ihm schlafen, wenn ich das will.

Und auch im Erdgeschoss des Hauses d├╝rfen wir ├╝berall hin. In der K├╝che gibt es eine K├╝chenbank, auf der wir immer liegen und im Wohnzimmer stehen drei Sofas, auf denen wir auch liegen d├╝rfen und noch einen Kratzbaum, damit wir die M├Âbel in Ruhe lassen. (Vielleicht im n├Ąchsten Leben) ;-).

Wir d├╝rfen hier mit allem spielen, auch mit dem Hundespielzeug. Nur Sockes Schwanz (das ist der Podenco im Haus) der ist tabu. Die knurrt dann. Und Nico mag es ├╝berhaupt nicht, wenn ich sein Trockenfutter f├╝rs Fu├čballspielen nehme. Dann steht er auf und frisst es auf. Spielverderber.

Jetzt sind wir schon acht Wochen hier, fressen, schlafen und toben den ganzen Tag. Wir spielen wilde Horden auf den Treppen und in den Betten. Oder wir sitzen zusammen am Fenster und beobachten die Stra├če und den Garten. Oder, wir gehen nach ganz oben unters Dach, wo momentan, weil noch Winter ist, ├╝ber drei├čig Wellensittiche wohnen. Da schauen wir mal, ob Maria vielleicht doch vergessen hat, die T├╝r zuzumachen und wir sie dann doch mal pers├Ânlich begr├╝ssen und zum Essen einladen k├Ânnen. Aber nein, die T├╝r ist immer zu. Aber kein Problem, wenn wir Hunger haben und nichts mehr da ist, gehen wir zu Maria und qu├Ątschen Sie an und meistens spielt sie dann mit uns oder wir bekommen etwas. Vor allem Ronja, sie w├Ąchst ja noch. Ich spiele mit allem gerne, aber Ronjas Lieblingsspiel ist “t├Âtet die Maus”. Das spielen wir zweimal am Tag mittags mit Maria und abends mit Inge.

Ronja ist jetzt auch schon total zutraulich, sie l├Ąuft durchs ganze Haus (noch nicht einmal Nico hat sie abgeleckt). Jeder hat am Anfang so getan als g├Ąbe es sie ├╝berhaupt nicht. Die konnte mitten im Raum sitzen, aber keiner hat sie gesehen. Dadurch ist sie total mutig geworden. Wenn sie jetzt was will, geht sie zu unseren Frauchen und maunzt sie an. Sie l├Ąsst sich auch schon fast von Inge anfassen, wenn Inge abends nach oben kommt um die Maus zu t├Âten.

Topita Martina

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