Sieben-Katzenleben e.V.

Cay und Milagro von dem Verein Sieben-Katzenleben

Vorgeschichte:

Ich 37 Jahre, wollte eigentlich kein weiteres Tier mehr. Ich hatte nach einem Schicksalsschlag einfach nicht mehr die Kraft, mich um ein weiteres Tier außer meinem Ninchen ( Klopfer) zu kümmern. Doch irgendwie kam alles anders. Genau am 26.09.2010 bekam ich einen Anruf von meiner Schwester, sie hatte eine kleine Katze gefunden und da sie niemanden wusste außer mir, war klar das Tierchen muss zu mir. Na ja gut, da war es nun und zuerst dachten wir mmhmmm… es ist eine Katze. Von der Statur und der weißen Schnute wurde es Flocke getauft, es hat nicht lange gedauert und ich habe bemerkt, dass Flocke was zwischen den Hinterbeinen hat, was so gar nicht nach einer Katze aussah, sondern eher nach einem Kater.
Aus Flocke wurde dann ganz schnell Nils, er war zu der Zeit ca. 12 -16 Wochen alt. Wir haben noch eine ganze Zeit gesucht und geschaut ob ihn nicht irgendwer vermisst. Man glaubt ja immer an das Gute in einem Menschen und wir sind davon ausgegangen, dass sich die Besitzer melden oder ihn suchen würden. Tierheim, Tasso, Steckbriefe und Kleinanzeigen aber nichts, niemand hat den kleinen Kerl gesucht oder vermisst.

So war es klar, Nils bleibt nun für immer bei mir, ich hätte es nie übers Herz bringen können, ihn ins Tierheim oder überhaupt wieder weg zu geben. Nils fand es super toll mit Hasi durch die Gegend zu toben, doch umso älter Nils wurde, umso mehr fehlte ihm ein Spielgefährte seiner Rasse und so habe ich angefangen nach einer zweiten Katze bzw. Kater zu suchen.


Nils und Klopfer
Und jetzt gehts los

Am 09.01.2011 bin ich auf die Seite des Vereins Sieben-Katzenleben gestoßen. Ich weiß nicht warum, aber ich bin direkt auf die Spalte Notfellchen und habe Milagro gesehen. Zu der Zeit war mir noch gar nicht klar, dass es sich um Auslandstierschutz handelte, das Einzige was ich wusste, ich muss diesem kleinen Kerl irgendwie helfen und am besten hole ich ihn zu mir. Als ich mir so sicher war, suchte ich auf der Seite nach Informationen, wie ich es anstelle diesen Fratz zu mir zu holen. Und um so mehr ich in diese Seiten eintauchte, um so mehr wurde mir bewusst, was der Verein Sieben-Katzenleben eigentlich macht und um was für eine Organisation es sich handelt. Mir war es aber ganz egal ob der Kleine nun aus Deutschland oder Spanien kam, ich war einfach nur daran interessiert ihm zu helfen und so habe ich noch am gleichen Tag das Formular ausgefüllt und abgeschickt, um Milagro zu adoptieren. Ich habe gedacht, dass wird sicher nun einige Tage dauern und die Fragen die ich zu der Zeit gestellt habe waren nicht sehr originell, ich wollte z.B. wissen ob er sich mit Ninchen meinem Hasen-Klopfer versteht, was völliger Blödsinn war, aber nun gut. Milagro sah zu der Zeit wirklich sehr übel aus, er war sehr krank.
Noch am gleichen Abend bekam ich eine E-Mail von Frau Denise H., ich war so erstaunt darüber, dass ich noch am gleichen Abend eine Rückmeldung bekam. Ich antwortete natürlich auch sofort und wir suchten gemeinsam nach einem Termin für die Vorkontrolle, die der Verein Sieben-Katzenleben grundsätzlich vor der Vermittlung eines ihrer Tierchen macht. Ich fand das völlig O.K. und dachte mir nur, nicht mal ein Tierheim macht solch eine Kontrolle und ich war beeindruckt. Die Wartezeit, bis zum besagten Termin, habe ich ausführlich genutzt um mir weitere Informationen über den Verein und auch über die gesamte Situation in Spanien zu machen. Ich bin bis heute zutiefst erschrocken, was für ein Elend und was für Grausamkeiten diese armen Tierchen erleiden müssen. Ich kann für viele dieser Dinge keine passenden Worte finden, es ist einfach nur schrecklich und man kann nicht verstehen, warum in einem EU-Land solche Verhältnisse herrschen.

Der besagte Vorkontrolltermin mit Frau Denise H., ich war soooooooo… nervös und aufgeregt und habe immer wieder darüber nachgedacht, welche Anforderungen und welche Erwartungen der Verein wohl hat und ob meine Wohnung geeignet wäre und passt Nils zu Milagro, ach es war einfach schrecklich, na ja gut, man macht sich mehr verrückt als nötig aber es lief super und wir haben gemeinsam alles besprochen.


Milagro
Nicht nur Ihre Fragen sondern auch meine Fragen, haben wir bis aufs Letzte ausdiskutiert und das fand ich einfach toll, wie sehr man sich auch für die Adoptanten interessiert und dass man sich auch die Zeit nimmt, alles zu klären. Der Schutzvertrag wurde noch am gleichen Abend fertig gemacht und alles Weitere auch. Milagro kam sofort zu den Reservierten Katzen und ich war einfach nur stolz und glücklich diesen kleinen Kerl bald bei mir zu haben. Doch unsere Zusammenkunft sollte nicht sein, noch nicht sein, Milagro hatte sich leider das Beinchen gebrochen und war somit nicht in der Lage diesen anstrengenden Flug mit dem verletzten Beinchen zu überstehen und das wollten weder der Verein noch ich riskieren.
Jetzt war ungewiss, wann er nach Deutschland ausgeflogen werden konnte und wie lange die Heilung dauern würde, wusste bis dato auch noch keiner. Milagros Gesundheitszustand ging einfach vor, das war klar. Mittlerweile sah er schon viel besser aus und er hat sich von seinem schweren Katzenschnupfen erholt.
Milagro
Nils tat mir hier so Leid, er brauchte unbedingt jemanden zum Spielen und Toben, ich konnte ihn nicht die ganze Zeit beschäftigen, da ich lange unterwegs bin und er 12 manchmal 13 Std. allein war. Gut Klopfer war da aber das reichte nicht und ich habe Frau Denise H. angeschrieben und ihr mitgeteilt das ich evtl. noch eine 2. Katze suchen würde, damit Nils nicht so lange warten muss und es ja auch nicht sicher war, wann Milagro kommen würde. Nach der E-Mail, die ich Frau Denise H. geschrieben hatte, ging prompt mein Telefon und sie rief mich an. Sie teilte mir mit, dass der kleine Cay in München dringend ein Zuhause suchen würde, da seine Geschwister bereits vermittelt waren und er zurück bleiben würde. Ich schaute mir die Bilder des kleinen Mannes Cay an und war hin und her gerissen, zum einen die Überlegung 3 Katzen ja oder nein und zum zweiten, tue ich meinem Hasen was Gutes dabei. Er sollte ja nicht darunter leiden. Ich bat Frau Denise H. um Bedenkzeit, die dauerte einen Anruf bei meiner Schwester, die direkt zustimmte und meinte nimm ihn und so habe ich an diesem Abend den kleinen Cay adoptiert.

Cay
Das war am 25.02.2011 und an den folgenden Tagen habe ich den Vertrag und die Schutzgebühr bezahlt, nun mussten wir nur noch schauen, wie wir Cay von München nach Gelsenkirchen bekommen. Ich hab schon nicht mehr daran geglaubt, dass wir das überhaupt noch hinbekommen, doch Frau Denise H. hat sich so bemüht und rumtelefoniert, so dass Cay am 05.03.2011 zu mir kam.

Tag 1. Cay wollte nur seine Ruhe, er hat alles angegiftet und wer ihm zu nah kam, hat es direkt mit seinen Krallen zu tun bekommen, Nils und Klopfer haben sich nicht abschrecken lassen und konnten diesen kleinen Kerl nicht verstehen, warum er so rumgiftet und warum er so eine Angst hatte.

Tag 2. Cay war nach wie vor sehr giftig und Nils sehr sozial ihm gegenüber, er hat sich einfach 1 m vor ihm hingelegt und ihn ein wenig beobachtet, ich hab Cay erstmal zufrieden gelassen, seine Krallen und sein Fauchen haben mir klar zu verstehen gegeben, ich will das nicht. Cay hat die ganze Nacht durch gemaunzt und mir tat dieser kleine Kerl so leid.

Tag 3. Cay ist zum ersten Mal durch die Wohnung gelaufen. Nin hat gleich eins aufs Auge bekommen, was natürlich sehr übel war, aber Nin ( Klopfer) wollte unbedingt zu ihm und mit in das Körbchen, was Cay so gar nicht wollte, ein nicht identifizierbares Langohr in seinem Körbchen. Zum Glück war es nicht so schlimm und mit ein paar Augentropfen schnell behandelt. Nils hat einfach nicht locker gelassen, mit seinem Willkommensgemurmel Cay zu animieren um ihm zu zeigen, dass es hier gar nicht so übel ist. Dies hat langsam Wirkung gezeigt.

Tag 4. Ich habe Cay das erste Mal gestreichelt aber erst nachdem ich ihm Leckerchen angeboten hatte, als kleine Bestechung natürlich. Er hat nicht mehr gefaucht oder um sich geschlagen und das fand ich so toll. Nach dem 4. Tag nahm alles seinen Lauf und Cay kam immer mehr aus sich heraus. Eigentlich habe ich damit gerechnet, dass es noch Tage dauern würde, doch siehe da, der kleine Mann fühlt sich mittlerweile pudelwohl und hat kaum noch Angst vor mir oder Nils und Klopfer, im Gegenteil, die beiden spielen und toben wie verrückt und Nils ist ein ganz tolles ausgelastetes Tier geworden. Es war also die absolute richtige Entscheidung Cay zu mir zu holen und auch ich bin so stolz und glücklich dass ich diesen Fratz nun hier habe. Mit Klopfer versteht er sich auch bestens, besser geht gar nicht, sie köpfeln immer zusammen, das ist so toll und schön. Cay ist zu Hause angekommen.


Cay

Cay und Nils
28.03.2011: Es ist soweit, heute endlich soll Milagro in Deutschland ankommen. Die beiden Schwestern Frau Denise H. und Frau Michaela H. die beide für den Verein Sieben-Katzenleben tätig sind, haben mich mit zum Flughafen genommen, meine aber auch Ihre Anspannung waren deutlich zu spüren und hören *lach*, ich glaube wir haben nur Blödsinn geredet, immerhin sollte ja nicht nur mein Milagro, sondern insgesamt 13 Katzen am Flughafen ankommen und nicht nur ich, sondern auch viele weitere Adoptanten würden dort warten. Die Fahrt dorthin kam mir sehr lange vor, sicher man hat nun so viele Wochen gewartet und umso ungeduldiger wurde man. Wir haben alle mit Freude auf unsere Lieblinge gewartet. Als der Flieger gelandet war, verlief alles sehr schnell. Die Tierchen wurden zügig umgepackt, damit alle schnell nach Hause konnten, um ihnen noch mehr Stress zu ersparen.

Man hat auch nicht wirklich viel geredet am Anfang, zu groß war die Anspannung. Als es um das Umquartieren ging und einer nach dem anderen seinen Liebling hatte, hörte man nur noch ein oh und ah und wie süß und das ist ja die und das ist ja der wie niedlich, eine Freude erstrahlte die Flughafenhalle, das war so schön mitzuerleben.

Milagro war so gar nicht begeistert vom Umquartieren und verpasste Frau Michaela H. gleich alle 5, wir beschlossen es dann zu lassen, weil er so gar nicht entspannt war und ziemlich giftig. Auch in der Box giftete er böse rum und selbst wo wir endlich Zuhause angekommen waren, war er nicht gerade freundlich, im Gegenteil wir haben ihn erst gar nicht aus dieser Box bekommen. Als er dann raus war, versuchte Frau Michaela H. ihm was zu Fressen anzubieten, doch der kleine Kerl war sehr böse und fauchte sehr aggressiv rum. Wir ließen ihn dann auch erstmal und Frau Michaela H. fuhr heim. Es war auch mittlerweile 3 Uhr oder so und ich habe ihn einfach mal zufrieden gelassen. Milagro war in Einzelhaft. So wie es von mir erwartet wurde, habe ich ihn separiert und erstmal nach seinem Gesundheitszustand geschaut. Milagro ist sehr menschenscheu und ich hatte keine Chance irgendwie an ihn ran zu kommen. Er verkroch sich von Tag zu Tag mehr und kauerte nur noch in der Ecke oder im Karton, den ich extra für ihn mit Decken ausgelegt hatte. Ich bemerkte sehr schnell, dass es ihm nicht gut geht so allein, er hat ganz schlimm gemaunzt und das ununterbrochen. Ich wollte es einfach nicht riskieren, dass er krank wird und so habe ich ihn nach dem 4. Tag aus der Einzelhaft entlassen.
Milagro und Nils, der erste Kontakt
Es hat wirklich keine 2 Minuten gedauert und Milagro kam aus seinem Karton, es war so erstaunlich wie Nils sich um den kleinen Mann gekümmert hat und wie lieb er zu ihm war, dass Milagro gleich Vertrauen zu ihm hatte. Cay war da nicht so nett und hat Milagro erstmal böse angegiftet, was aber verständlich für Cay war, erstmal verteidigen und rumgiften. Man weiß ja nicht was das für einer ist und Cay ist ja selber ein Angsthase, von dem her völlig normal. Am zweiten Tag hat Cay sich schon etwas beruhigt und Milagro nicht mehr so angegiftet, Nils hingegen hat Milagro an seine Seite genommen, er wollte ihm wohl die Angst nehmen und ist mit ihm durch die Wohnung gestiefelt. Das war so süß, man glaubt es kaum. Ich bin so stolz auf meinen Nils, weil er einfach so sozial und lieb ist und er hat Cay ja auch rum bekommen. Was aber wirklich verblüffend war, Cay die kleine Giftnudel, war später so lieb und hat Milagro sogar neben sich liegen lassen und heute Tag 5, giftet schon keiner mehr rum und ich hatte auch schon das Vergnügen Milagro zu streicheln, nur kurz aber immerhin. Alle 3 verstehen sich schon so gut, dass heute mit mir zusammen große Spielrunde war und auch der kleine Milagro war fleißig daran beteilig, das war so schön. Milagro, Cay und Nils toben rum als würden sie sich schon ewig kennen. Das ist so erstaunlich und ich bin so glücklich darüber, dass die Zusammenführung hier so reibungslos geklappt hat und auch Klopfer mag Milagro und er ihn, ab und an sitzen sie zusammen im Hasenkäfig. Ich kann nur sagen, dass ich froh bin diese kleinen Schmusebacken, die mehr untereinander schmusen als wie mit mir, zu mir geholt zu haben. Es war eine gute Entscheidung, mir Katzen von dem Verein Sieben-Katzenleben auszusuchen, weil auch die Beschreibung der Charaktere war einwandfrei und ich wusste worauf ich mich einlasse und ob die beiden Zwerge zu meinem Nils und meinem Klopfer passen würden und was soll ich sagen, es passt ganz einfach. Milagro ist noch keine 2 Wochen bei mir und er fühlt sich wohl.


Cay und Milagro

Ich kann nur jedem nahe legen, die sich für ein Tierchen entscheiden, sich die Arbeit des Vereins und den Verein Sieben-Katzenleben anzusehen und sich über die Arbeit und die Verhältnisse in Spanien zu Informieren. Sicher haben wir hier auch sehr viele Tiere, die ein Zuhause suchen, doch die Tiere in Spanien hätten ohne diese Helfer und ohne diese Menschen, die sich für die Tiere interessieren, keine Chance und würden nicht überleben. Ich bin glücklich mit der Entscheidung, die ich getroffen habe und dass ich Milagro und Cay nun bei mir habe.

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