Sieben-Katzenleben e.V.

Tanjiro
Santari

1. Dez­ember

„Pfffftttttttttttt!“ machte es und ein Schneeball traf Tanjiro.

Dieser blinzelte und zwinkerte überrascht seinen Kumpel Santari an. Der Schneeball verwandelte sich in eine regenbogenfarbene Wolke, die Anela und Sean umhüllte.Beide Katerchen guckten interessiert, aber deutlich irritiert zu ihnen. Anela meinte: „Ich darf uns vorstellen, wir sind die Weihnachtselfen Sean und Anela.“  Tanjiro wurde ganz aufgeregt und fiepste: „ Santari, davon habe ich schon gehört. Sie nehmen unsere Wünsche auf und verschaffen uns ein eigenes Zuhause!“

Begeistert rannte Tanjiro zu den Elfen, drückte sich so heftig an sie, so dass beide erstmal in den Schnee fielen und fing an, beide abwechselnd über das Gesicht zu putzen.

Anela lachte, vor allem als sie den leicht hilflosen Blick von Sean sah. „Na, das ist ja mal eine stürmische Begrüßung und das direkt zum Start des Adventskalenders!“

Sie rappelte sich aus dem Schnee auf und sah zu Santari, der in deutlicher Entfernung wartete. Er sah neugierig aus, war aber deutlich vorsichtiger als sein Freund Tanjiro. Langsam kam er näher.

Anela erklärte: „Dein Freund Tanjiro weiß also schon über uns Bescheid. Aber warum seid ihr beide denn noch hier, warum besuchen wir euch als erstes? Was ist eure Geschichte?“

Santari flüsterte leise: „Tanjiro und ich sind nur Freunde, wir sind keine Geschwister. Unsere Geschwister und meine Mami wurden schon vor einiger Zeit adoptiert. Tanjiro hingegen wurde mit seinen Geschwistern aus einem Müllcontainern gerettet, von seiner Mama fehlt jede Spur. Nur wir beide sind jetzt noch hier und keiner mag uns adoptieren. Vermutlich bin ich schuld daran, da ich anfangs ein bisschen Zeit brauche und mich nicht sofort neuen Personen öffnen kann.“ Eine Träne kullerte leise aus Santaris Augen.

Tanjiro ging zu seinen Freund und stupste ihn an: „Sag so etwas nicht, keiner ist schuld daran, dass wir hier noch zusammen sind und noch keine Familie gefunden haben. Bisher sind einfach noch nicht unsere Menschen dabei gewesen. Und es muss doch für uns alle passen, damit wir alle glücklich werden. Und ich muss sagen, mein Zuhause ist dort, wo du bist, mein lieber Freund. Hier bei Ana ist es doch auch wirklich gut, wir werden hier gut versorgt, wir müssen nicht um unser Überleben auf der Straße kämpfen.“

Santari nickte: „Da hast du Recht, Tanjiro, das stimmt wohl. Trotzdem wäre ein eigenes Zuhause wirklich schön!“

Weihnachtself Sean streichelte die beiden Kater, ihr Fell was seidig weich. „Wie lange sucht ihr denn schon eure Familie?“

Tanjiro überlegte kurz und erwiderte: „Das müsste Frühjahr 2021 gewesen sein, als ich hier ankam, Santari kam kurze Zeit später dazu – also schon seit ungefähr 2,5 Jahren.“

Anela erschrak: „Wow! Das ist ja wirklich schon eine lange Zeit. Wir schauen, dass wir euch der Welt von eurer Schokoladenseite präsentieren und ihr bald euer Weihnachtswunder erlebt. Versprochen! Und frohe Weihnachten!“

Sie herzte die Jungs kurz, Sean tat es ihr gleich und die beiden verschwanden wieder in einer glitzernden Regenbogenwolke.

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