Sieben-Katzenleben e.V.

23. Dez­ember

Camilo

 

Gerade, als Camilo es sich in seinem Katzenbettchen gemütlich machen wollte, hörte er ein leises Klingeln, begleitet von einer Art Rauschen. „Nanu? Was ist das denn jetzt?“, fragte er sich und ließ seine Augen vorsichtig in die Ecke wandern, aus der er die Geräusche vernahm. Dort erblickte er eine funkelnde Kugel, die scheinbar in der Luft schwebte. Irgendetwas in Camilo sagte ihm, dass er keine Angst zu haben brauchte, und so kam es, dass er von Neugier getrieben der Kugel entgegen tappste und sie mit der Nase anstupste. Just in dem Moment wurde das Glitzern und Funkeln stärker und Alena und Sean erschienen. Sie stellten sich dem verdutzten Camilo vor.
„Ach, das seid ihr?“, fragte Camilo ganz aufgeregt. „Ich habe schon so viel von euch gehört, aber niemals hätte ich gedacht, dass ihr MICH einmal besucht.“

„Aber warum denn das?“ fragte Anela überrascht. Jetzt sag bitte nicht, dass du nicht glaubst, dass du ein kleines Weihnachtswunder verdient hättest. Ihr Katzen von Sieben-Katzenleben e.V. seid ja wirklich viel zu bescheiden, erst vor zwei Tagen haben wir Yuta besucht, die genauso überrascht war.“ „Ihr seid ja wirklich sehr lieb.“, entgegnete Camilo.

„Zugegeben, ich bin ja wirklich kein einfacher Geselle. Manchmal fühle ich mich einfach so gestresst, dass ich Rot sehe und zubeiße. Das ist für mich im Nachhinein immer genauso schlimm wie für meine liebe Adoptantin, die verständlicherweise nun auch etwas Angst vor mir hat. Ich meine es auch wirklich niemals böse,  bin in dem Moment nur einfach sehr überfordert und reagiere entsprechend darauf. Derzeit habe ich mein eigenes Zimmer hier,  aber so toll, wie sich das anhört, ist es gar nicht, denn ich fühle mich dadurch alleine und merke auch einfach, dass die Stimmung hier etwas  ängstlich-angespannt ist.“


„Oh weia.“, rief Sean. „Da hast du aber ein ganz schönes Päckchen zu tragen. Wir sind uns ganz sicher, dass irgendwo dort draußen das richtige Zuhause auf dich wartet. Wir werden auf jeden Fall alles dafür tun, dass wir deinen Herzenswunsch nach einem Für-Immer-Zuhause in die Welt tragen.“

Camilo war geradezu sprachlos vor Rührung über diese unverhoffte Hilfe der Elfen. Aber er musste auch gar nichts groß sagen – die Elfen streichelten ihn sanft und verabschiedeten sich mit einem „Wir denken an dich, lieber Camilo. Frohe Weihnachten.” Camilo sah der funkelnden Kugel sehnsüchtig nach und flüsterte sehnsüchtig „Euch auch frohe Weihnachten.“, bevor er zurück ins Körbchen ging und beseelt einschlief. 

 

 
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